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Freitag Abend, 21:23 - ein Mann (33) klagt schon seit einigen Stunden über Bauch- und Rückenschmerzen. Beim Fernsehen bricht er plötzlich zusammen, atmet nur noch sehr schnappig und reagiert nicht mehr auf Ansprache.

21:24 - seine Frau dreht ihn in die Stabile Seitenlage auf dem Bode neben dem Sofa, ruft den Rettungsdienst.
21:26 - seine Atmung stoppt. Seine Frau hat die Tür geöffnet für den Rettungsdienst und die Nachbarn, zwei junge Männer, sind bei dem Mann und beginnen Herzdruckmassage.

21:39 - der Rettungsdienst trifft ein.
21:43 - Sanitäter und Notfallsanitäter übernehmen Herz-Lungen-Wiederbelebung. Ein Defibrillator wird angeschlossen und empfiehlt Defibrillation.
21:48 - Der Notarzt trifft ein. Notarzt beobachtet EKG.

21:52 - nach der Gabe eines Medikaments kommt es zu ROSC, der Return of Spontaneous Circulation, ein Herzschlag.
22:10 - auf dem Weg zur Notaufnahme steht das Herz des Mannes wieder. Ein LUKAS wird angeschlossen, der für die Sanitäter während der Fahrt reanimiert.

22:20 - Eintreffen KH, Übergabe an anwesende Ärztin, der Mann wird in den Schockraum geschoben.
22:28 - ROSC
22:43 - der Arzt des Koro-Teams trifft ein, bereitet Eingriff in die Herzkranzgefäße vor.

Samstag morgen, 9:38 - der Mann wird von seiner Frau und seinen Söhnen besucht. Er ist wach und hat keine gegenwärtig sichtbaren geistigen oder körperliche Schäden von dem Vorfall.

Der wichtigste Punkt in dieser Rettungskette waren nicht die tollen Maschinen und ausgebildeten Sanitäter, Ärzte, Pflegende. Sondern die Ersthelfer, die alles richtig gemacht haben. Stabile Seitenlage, Laien-Reanimation, 112 Notruf abgesetzt.

Ohne Euch wären wir oft aufgeschmissen, ihr steht zwischen dem Sensenmann und dem Betroffenen. Ihr seid Helden, Heiler, echte Freunde. Danke dafür. Danke für die Rettungsgasse. Danke für die Hilfe. Danke für's Dasein, für's Menschsein.

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