Der größte Blutspendedienst in Bayern hat massenhaft Gesundheitsdaten an Facebook gesendet. Angaben zu HIV, Schwangerschaft, Drogenkonsum oder Diabetes könnten dort nun profilbezogen gespeichert sein. Für die SZ hab ich die Datenpanne aufgedeckt.
sueddeutsche.de/digital/blutsp
@digitalcourage
(Weitere Details im Thread)

Hier sieht man die technischen Details: Der Tracker sendet die Buttonbeschriftung, auf die geklickt wird zusammen mit der Anzahl der Klicks. Dadurch lässt sich aus den Daten die geklickte Krankheit ableiten.
@ulrichkelber

Da Facebook auf Conversiontracking von Shop-Buttons fokussiert ist, gehen Facebook-Experten nicht davon aus, dass die Daten für Werbezwecke verwendet wurden. Denkbar ist dennoch, dass Facebook über statistische Analyse einen Bezug zu bestimmten Anzeigen erkennt.

Danke übrigens an eine Blog-Leserin für den Hinweis auf auffällige Tracker auf der Seite und diesen Mastodon-User, der das ebenfalls seltsam fand (darüber bin ich erst während der Recherche gestolpert).
mastodon.social/@mawe/10264292
Solche Tipps sind wichtig für Journalisten!

Und noch eine sehr typische Facebook-Aktion dazu: Hier sieht man den Standard-Einbettungs-Code vom BRK.
Bis 2017 löste dieses fbq('track', 'PageView'); tatäschlich nur ein Seitentracking aus.

2017 entschied man, dass mit diesem Standardcode auch Button-Klicks getrackt werden sollen. Ohne den Einbettungs-Code zu ändern, wurde die automatische Funktion erweitert. Man muss es manuell deaktivieren:
fbq('set', 'autoConfig', 'false', 'FB_PIXEL_ID')
developers.facebook.com/docs/f

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@rufposten uMatrix. Das Web ist inzwischen ohne nicht mehr zumutbar.

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